SYSTEMISCHE THERAPIE
In meinem Verständnis ist jeder Mensch in seinem persönlichen Geflecht aus Beziehungen und Erfahrungen zu betrachten. Aus dem Gleichgewicht zu geraten, beruht nicht auf Störungen in der Persönlichkeit. Vielmehr sehe ich solche Schwierigkeiten oft als hilfreiche, wenn auch schmerzhafte, Reaktionen auf ein komplexes Umfeld.
Gemeinsam untersuchen wir, wie Ihre aktuellen Muster funktionieren und wofür – also für welches Bedürfnis oder welchen Schutz – ein belastendes Verhalten oder Gefühl aktuell (noch) steht.
Damit eine andere Sichtweise erlebt werden kann, nutze ich visuelle Methoden, die über das reine Gespräch hinausgehen. Hier nur zwei Beispiele:
GENOGRAMARBEIT
Ein Genogramm ist weit mehr als ein Familienstammbaum. Gemeinsam zeichnen wir eine Landkarte Ihrer Herkunft über mehrere Generationen hinweg. Dabei machen wir nicht nur Daten sichtbar, sondern decken unbewusste Wiederholungsmuster, Familienlegenden oder „vererbte“ Glaubenssätze auf.
Wenn wir sehen, wie Ihre Vorfahren mit Krisen umgegangen sind, können wir entscheiden, welche dieser Strategien Sie heute noch unterstützen und welche Sie bewusst loslassen möchten.
Manchmal fehlen Worte, um komplexe Gefühle oder Konflikte zu beschreiben. Hier hilft die Arbeit mit dem Systembrett oder Figuren. Wir stellen Ihre Situation im Außen dar: Wer steht wem nah? Wer schaut weg? Wer besetzt wie viel Raum?
Durch die räumliche Anordnung werden Spannungsfelder und Bindungen spür- und sichtbar, die im Gespräch oft verborgen bleiben.
Um eine Veränderung erproben zu können, bedarf es einer Intervention. Wir verschieben die Figuren, ändern Blickrichtungen oder fügen neue Elemente hinzu. So erleben Sie unmittelbar, wie sich das gesamte Gefüge anfühlt, wenn Sie eine neue Position einnehmen oder Grenzen setzen.
Diese und andere Methoden ermöglichen es uns, neben unserem Verstand unseren ganzen Körper wahrnehmen zu lassen.
